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Im Obstgarten sind Frostschäden selten. Es sei denn, die Obstgehölze gehen geschwächt in den Winter z.B. durch einen zu starken Sommerschnitt oder fehlenden Kali. Kali erhöht die Frosthärte.
Bei Kahlfrösten kann Trockenheit Wurzelschäden verursachen. Dem kann durch mulchen, eventuell auch wässern vorgebeugt werden. Werden bei milden Wintern Schnittmaßnahmen zu früh durchgeführt, ist die Widerstandskraft bei Kälteeinbrüchen stark herabgesetzt.
Bei schneebedeckter Flur wird die Rinde der Obstbäume bei Sonne stark aufgeheizt. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht können Frostrisse verursachen. Durch Kalkanstriche kann dem vorgebeugt werden.
Im Gemüsegarten soll der Rosen- und Grünkohl langsam abgeerntet werden. Bleiben diese Gemüse zu lange stehen, kann die weiße Fliege im Frühjahr auf andere Kulturen verschleppt werden.
Bei der Planung für den Gemüsegarten sollten neben den bewährten Lokalsorten überwiegend resistente Sorten ausgewählt werden. Eingelagerte Chicoree-Wurzeln werden angetrieben, am besten portionsweise.
Kübelpflanzen werden kontrolliert. Die Pflanzen sind nur wenig zu gießen der Wurzelballen darf allerdings nicht austrocknen.
Haben die Pflanzen ein ausreichendes Lichtangebot, können sie auf wenige Blattachseln zurückgeschnitten werden, um einen besseren Durchtrieb zu erzielen. Kaltkeimer können in nährstoffarme Erde ausgesät werden.
Um dem Schneebruch vorzubeugen, werden insbesondere Nadelgehölze durch leichtes Schütteln von der Schneelast befreit. Gefrorene Zweige brechen bei dieser Vorsichtsmaßnahmebesonders leicht.
Meinhardt Schlich
Stauden für den Schatten
So manches Gehölz, das vor Jahren im Garten angepflanzt wurde, hat sich inzwischen zu einer Größe entwickelt, dass unter diesem oder in den schattigen Zwischenräumen Kahlstellen entstanden sind. In der Regel werden in den Zwischenräumen im günstigen Fall schattenliebende Sommerblumen angepflanzt. In diesem Jahrbuch werden einige Stauden vorgestellt, die den schattigen Bereich verwildern lassen oder als Gruppe, seltener als Einzelpflanze verwendet werden. Für den schattigen Bereich (Bild) eignet sich z.B. der Hirschzungenfarn, Phyllitis scolopendrium.
Ausnahmen sind Trockenmauern. Hier gilt die alte Gärtnerregel: Parallel mit dem Bau wird gepflanzt.
Meinhardt Schlich
Diese Veröffentlichung aus dem Haus und Garten Jahrbuch 2001 erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Landesverbands der Gartenfreunde Baden-Württemberg e.V.
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