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Im Obstgarten ist zu prüfen, welche Triebspitzen mit Mehltau bereits überzogen sind, bzw. kranke Knospen zögerlich austreiben. Die erkrankten Triebe müssen bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten und entfernt werden. Mit dieser Maßnahme wird der Befall gestoppt und ein Ausbreiten auf die neuen Triebe und jungen Früchte gemindert. Anfällige Sorten sollten gegen resistente ausgetauscht werden. Wo noch nicht geschehen, können mit Obstbaumkrebs befallene Pflanzenteile ausgeschnitten werden. Das kranke Gewebe wird bis ins gesunde Holz entfernt, große Schnittstellen werden mit Wundverschlussmittel behandelt. Triebverkrümmungen verursacht durch Blattläuse sollten entfernt werden.
Der Gemüsegarten liefert schon erste Ernten, Folgekulturen sind vorzusehen. Eine Bodenverbesserung mit 3 l/qm Kompost ist zu empfehlen. Um Krankheiten vorzubeugen, ist ein weiter Kulturabstand wichtig. Kulturschutznetze schützen nicht nur gelbe Rüben, Rettich, Radieschen, Bohnen und Kohl vor Gemüsefliegen, sie halten auch Läuse von den Salatpflanzen fern, ebenso Raupen. Vliese, die hier auch vorbeugend wirken, sollten je nach Witterung spätestens Ende Mai entfernt werden.
Im Ziergarten muss wie im Obst‑ und Gemüsegarten auf Schädlingsbefall geachtet werden. So kann z.B. das Mandelbäumchen von der Zweigmonilia befallen werden. Dieser Pilz dringt bei Regenwetter über die Blüte in die Pflanze und verursacht die Monilia‑Spitzendürre. Damit der Pilz nicht in das nächste Jahr verschleppt wird, müssen befallene Triebe bis ins gesunde Holz entfernt werden. Bei Zwiebelpflanzen sollten die verblühten Stengel entfernt werden, durch Samenbildung wird die Pflanze geschwächt.
Die Balkonpflanzen sollten entsprechend dem Standort ausgewählt werden. Für schattige und halbschattige Plätze eignen sich Fuchsien, Knollenbegonien und fleißige Lieschen.
Meinhardt Schlich
Stauden für den Schatten
Die Prachtspiere, Astilben vornehmlich aus Ostasien stammend, lieben nährstoffreichen, humosen Boden und bevorzugen einen halbschattigen bis schattigen Standort. Sie sind ausgezeichnete Schnittstauden, allerdings nur begrenzt haltbar.
Im Frühjahr, während des Austriebes, können Spätfröste die Pflanzen kaum schädigen, sie treiben wieder willig aus. Ein nährstoffreicher Humusboden im Frühjahr nachgereicht, begünstigt das Pflanzenwachstum. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung während der Vegetationsruhe von November bis März. Die Teilstücke werden im Kasten eingeschlagen und von April bis Juni ausgepflanzt.
Die gärtnerisch wichtigen Sorten sind die Arendsii-Sorten, die in Blütengruppen zusammengefasst sind. Frühe Blütezeit Juli, mittlere Blütezeit August, späte Blütezeit September. Hinzu kommen die Sorten von Astilbe chinensis und die Japonica Hybriden. Zu den bodendeckenden Arten zählen die Crispa Hybriden, die auch in Steingärten in kleinen Gruppen Verwendung finden.
Meinhardt Schlich
Diese Veröffentlichung aus dem Haus und Garten Jahrbuch 2001 erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Landesverbands der Gartenfreunde Baden-Württemberg e.V.
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