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Frisch gepflanzte Gehölze sind bei anhaltend schönem Wetter gut zu wässern, insbesondere bei durchlässigen Böden. Gegen Austrocknen hilft auch mulchen. Auf leichten Böden wird der Dünger schneller ausgewaschen, es muss entsprechend gedüngt werden. Die Düngermenge richtet sich in der Regel nach den Ergebnissen der Bodenuntersuchung. Ende des Monats kann, wenn die Rinde sich lösen lässt, gepfropft werden. Dabei müssen sich die Edelreiser noch in völliger Winterruhe befinden. Trockene Reiser sind nicht mehr zu verwenden.
Im Gemüsegarten werden weitere Kulturen ausgesät oder gepflanzt. Hierzu zählen noch die Arten, die im Vormonat genannt wurden und weitere Kulturen, wie Schwarzwurzeln, Pahlerbsen und Schnittsalat. Am Fensterbrett können Ende des Monat in Einzeltöpfen Zuckermais und Kürbisse vorkultiviert werden. Ebenso kann ein neuer Satz Kresse ausgesät werden. Im Kräutergarten werden ältere Exemplare geteilt oder zurückgeschnitten und zur Ergänzung die einjährigen Kräuter ausgesät.
Im Ziergarten blühen viele Zwiebelpflanzen, deren Laub nach der Blüte nicht abgeschnitten werden darf. Dies erfolgt erst, wenn die Pflanzen eingezogen haben, d.h. die Blätter werden erst gelb, dann blass. Überwinternde Kübelpflanzen werden an milden Tagen zum Abhärten ins Freie (halbschattig) gestellt und von alten Blattresten gesäubert. Bei einigen Arten sollte die Erde erneuert werden. Überlegung zur Bepflanzung der Balkonkästen sind angebracht, da viele bewährte Arten aber auch neue Formen angeboten werden. Nicht so empfindliche Sommerblumen können an Ort und Stelle ausgesät werden. Es ist darauf zu achten, dass entsprechend ihrer Größenentwicklung gesät wird. Da dies nicht immer gelingt, wird später im einen oder anderen Fall ein Vereinzeln sinnvoll sein. Einjährige Kletterpflanzen wie Feuerbohne und Zierkürbisse aber auch andere Arten die kühlempfindlich sind, werden am besten in Töpfe vorgezogen und nach den Eisheiligen ausgepflanzt.
Meinhardt Schlich
Stauden für den Schatten
Der Geißbart, Aruncus diocius wächst auf jedem Gartenboden im Schatten und im Halbschatten. Sein natürliches Verbreitungsgebiet ist die gesamte nördliche Halbkugel er zählt zu den schattenliebenden Waldstauden. Die bis zu 50 cm langen Rispen erreichen eine Höhe bis zu 200 cm. Die reinweißen, lockeren, männlichen Blüten sind wirkungsvoller als die gelblichweißen, etwas plumpen, weiblichen Blüten. Der Geißbart, auch Waldgeißbart gehört zu den wertvollsten, dauerhaften Gartenstauden. Er kann sehr alt werden. Wegen des meist verholzten Wurzelstocks ist eine Vermehrung durch Teilung seltener, bei einigen Sorten aber möglich. Neben dem bekannten Waldgeißbart gibt es weitere Arten, die für den Pflanzenliebhaber interessant sind, aber nicht überall angeboten werden.
Meinhardt Schlich
Diese Veröffentlichung aus dem Haus und Garten Jahrbuch 2001 erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Landesverbands der Gartenfreunde Baden-Württemberg e.V.
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